"Mein Name ist Mr. Wolf, ich löse Probleme." (PulpFiction)

Samstag, 21. Juni 2014

Rollladen elektrisch bewegen. Die 15 Minuten Lösung. Einbauen eines Rollotron Rollladenantriebs.

Ein elektrischer Gurtwickler.
Der rollotron 9200
Hast du Außenrollladen (wann werde ich mich endlich an die 3 Ls gewöhnen?)? Diese Dinger die man über einen Gurt, oder über eine Kurbel bewegen kann und die sehr praktisch sind. Wir haben diese Dinger und unsere Nachbarn auch.

Gestern habe ich wieder mal auf elektrisch umgerüstet. Es ist einfach praktischer die Rollläden per Knopfdruck zu steuern. Außerdem werden große Fenster mit der Zeit schwer. Das liegt nicht nur an der Mechanik die sich abnutzt, sondern auch ein klein wenig an der Muskelkraft die abnimmt.

Wie dem auch sei, damit jeder etwas davon hat, hier meine kleine Anleitung.

Die Vorbereitung:
Zuerst muss natürlich ein Antrieb gewählt werden. Hier kann ich die Geräte von Rademacher, sehr empfehlen. Unsere Antriebe sind seit über 5 Jahren im Einsatz. Jeden Tag mindestens zwei mal. Wenn die Sonne raus kommt auch öfter.

Besonders begeistert bin ich von der einfachen Bedienung. Die zwei großen Knöpfe sollten selbsterklärend sein. Die Uhr ist zum programmieren. Drückt man morgens die Uhr und den "hoch" Knopf, merkt sich das Gerät die Uhrzeit und fährt die nächsten Tage um die gleiche Zeit hoch. Man kann natürlich auch andere Geräte nehmen.

Die Stromzufuhr muss sicher gestellt werden. Das ist ein Punkt den jeder für sich selbst lösen muss. Einfach ist es, wenn es eine Steckdose in Reichweite gibt. Wenn nicht geht mal folgende Punkte durch:
  • Ist vielleicht eine Steckdose hinter den Möbeln die in der Nähe stehen. Kann man von dort ein Verlängerungskabel ziehen?
  • Wo ist die nächste Dose, die nicht so oft gebraucht wird? Kann man von dort eine Verlängerung legen?
  • Habe ich eine Dose die ich zwar brauche, die ich aber "anzapfen" könnte. Von dort kann ein Elektriker, oder jemand der es kann, ein Kabel, in einem Kabelkanal zum Antrieb ziehen.
  • Denkt durch die Wände. Befindet sich im Raum nebenan vielleicht eine Dose, an einer guten Position? Ein Loch durch die Wand ist schnell gebohrt, von dort geht es dann wieder im Kabelkanal weiter.
Kommentiere mal wenn du es noch kreativer gelöst hast. Gestern habe ich die Lösung mit dem Kabelkanal gewählt. Die Dose ist ca. 7 Meter weiter an der Wand. Beim nächsten Tapezieren kann dann eine neue Dose in der Nähe des Antriebs gesetzt werden.

Kommen wir zum Umbau:

1. Zuerst wird das Rollo komplett runter gefahren. Nun ist es zwar dunkel im Raum, du hast aber viel weniger Gurt im Wickler. So ist der Umbau einfacher.
2. Jetzt kann man den vorhandenen Gurtwickler abschrauben und herausnehmen.
3. Als nächstes musst du die Feder arretieren.
Federspanner im Gurtwickler
Feder spannen beim Gurtwickler
Dies ist besonders wichtig. Sonnst wird sich die Rolle zurückdrehen und kann dich verletzen. Damit sich die Rolle nicht mehr dreht, musst du einfach dieses kleine Stück Blech aufbiegen. Manchmal gibt es hier auch nur ein Loch in das du eine Schraube stecken kannst.









4. Nun kann der Gurt vom Wickler gelöst werden. Dazu wird der Rest, der noch auf der Rolle ist abgewickelt und gelöst.
5. Endlich kann der neue elektrische Antrieb eingebaut werden. Hierzu führst du den Gurt durch den Antrieb und machst ihn an der Rolle fest.




Beim durchführen auf die Drehung des Gurtes achten. Nachher alles rausfrickeln, nur um den Gurt zu drehen ist demotivierend. Im Rollotron gibt es so einen kleinen Hacken, da macht man den Gurt wieder fest.
6. Den Gurt etwas aufwickeln, dazu den Stecker in die Dose und den "auf" Knopf drücken.
7. Neuen Antrieb in die Öffnung in der Wand einsetzten und fest schrauben.
8. Als letztes müssen nur noch die Endpunkte eingestellt werden. Dazu drückst du einfach wieder zwei Knöpfe gleichzeitig und lässt im richtigen Augenblick los. Welche Knöpfe das sind, steht in der Anleitung. Bei dem 9200 ist das der Knopf auf den zwei Pfeile zu sehen sind.

Ab jetzt fährt das Rollo auf Knopfdruck auf und ab, oder man stellt es einmal auf die richtige Zeit und lässt den Antrieb die Sache regeln. So hat man wieder etwas mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens.



Donnerstag, 19. Juni 2014

Wohin mit den ganzen Kabeln? Steckerleisten unsichtbar verstecken

Farbfernsehgerät „Color 20“
Bundesarchiv Bild 183-H0812-0031-001, Werbung, RFT Color 20, Fernseher“ von Unbekannt
Lizenziert unter CC-BY-SA-3.0-de über Wikimedia Commons.
Früher war das ganz einfach. Der Fernseher stand auf, oder noch besser, im Schrank und es führten genau 2 Kabel zu ihm. Antenne und Strom. Diese gingen direkt im Schrank und in die Dosen.

Und heute? Heute hängt das ultraflache Gerät irgendwo im Raum. Dazu gehört noch ein Blueray-Player, Surround Anlage und vielleicht noch die Spielekonsole. Wer schon beim Bauen plant, der legt gleich genügend Steckdosen an den richtigen Stellen. Was aber machen die übrigen 99%?

Nun es gibt ja zwei Dinge zu tun. Erstens die Kabel möglichst unsichtbar vom Fernseher führen. Zweitens die ganzen Stecker verstecken.


Für die Führung der Kabel gibt es meines Wissens 3 Lösungen:
  1. Durchbruch, auf der anderen Seite der Wand runter. Durchbruch.
  2. Eine Blende zwischen Fernseher und Schrank anbringen.
  3. Ein Kabelkanal. Am besten in der Wand eingelassen.

Nicht immer sind alle Lösungen möglich. Bei uns würden die Kabel der ersten Lösung im Schlafzimmer des Nachbarn hängen. Als wir tapeziert haben, stand auch noch nicht genau fest, wo der Fernseher hängen wird. Glücklicherweise war die Blende schon bei den Möbeln dabei. Die Kabel sind also "unsichtbar" hinter dem Schrank gelandet.






Nun hat man die Stecker also hinter dem Schrank, und was jetzt? Es bleibt ja nicht beim Fernseher, der Strom braucht. Da sammelt sich richtig was an. Bei uns sind das:
  • Fernseher
  • Wohnzimmer PC für Filme, Bilder und Wetter
  • W-Lan Router
  • Schnurlose Kopfhörer, die geladen werden wollen
  • Ladekabel für Fotoapparat und sonstiges.
OK, die Ladekabel sind Luxus, so habe ich genau dort Strom wo auch der Fotoapparat gelagert wird

Die Steckerleiste passt weder hinter die Möbel, noch daneben. Also muss diese IN die Möbel.


Der Möbelhersteller hat schon mit gedacht, und 10 cm Platz verschenkt. Während die Schublade 40 cm tief ist, ist der ganze  Schrank 50 cm tief. Ich habe also die Rückwand ein wenig gelockert und die Stecker in den Schubladenkasten geführt. Die Schublade lässt sich weiterhin normal benutzen, und die Kabel sind verschwunden.

Nun hat man nicht immer so viel Glück. Bei einem sehr guten Freund von mir sind zwischen der Schublade und der Rückwand gerade mal 2 cm Platz. Die Rückwand ist jedoch auch um 2 cm eingelassen angebracht. Ein Entfernen dieser Rückwand brachte also die notwendigen 4 cm für eine Steckerleiste.

Vorsicht:
  • Der Schrank sollte weiterhin stabil bleiben. Vielleicht ist es besser nur einen Teil der Rückwand zu entfernen.
  • Wärmeentwicklung. Normalerweise werden die Leisten ja nicht warm, trotzdem würde ich das nicht mit einer Leiste machen an der starke Verbraucher hängen.

Hast du eine bessere Lösung? Schreib sie mir! 





Dienstag, 17. Juni 2014

Ausgabe eines Befehls in die Zwischenablage umleiten mittels "clip"

Heute mal ein extrem kurzer Tipp:

Bisher habe ich die Ausgabe von Befehlen im CMD Fenster immer in eine Datei umgeleitet, wenn ich diese noch brauchte. Seit heute weiß ich, dass es auch anders geht.

c:\>dir | clip

Dieser Befehl leitet die Ausgabe in die Zwischenablage. So kannst du den Text in jedem beliebigen Texteditor einfügen und bearbeiten. Du sparst dir den Umweg über eine Datei oder kannst den Inhalt direkt in eine Email kopieren.

Das geht natürlich auch unter Linux: $ls | xclip und dann die Mitteltaste der Maus.

Montag, 16. Juni 2014

Wandbilder ganz einfach an die Wand gebracht

Heute etwas aus der Reihe "Basteln für die Kleinen". Diese Frickelei war echtes Teamwork. Papa hatte die Idee und das Motiv, Mama die Arbeit :-)

Unser Sohn sollte ein Wandbild haben. Wir haben so etwas bei Bekannten gesehen und es hat uns sehr gefallen. Dort waren Tiere an die Wände gezaubert worden und so etwas wollten wir auch im Kinderzimmer. Da der Kleine, damals fast 3 Jahre alt, schon seine Fernsehlieblinge hatte, wollte ich ihm diese an die Wand bringen. So entstand dieses Wandbild:



Für alle denen die Figuren nicht auf Anhieb etwas sagen (von links nach rechts):

Das Motiv

Wir haben mit McQueen angefangen, hieraus entstand die Idee eines Rennens. Es sollte allerdings nicht so eintönig werden, also habe ich mit Gimp (das ist Photoshop in kostenlos) Thomas daneben gesetzt.
Die beiden Vorlagen stammen von der Seite: http://www.malvorlagenwelt.com
McQueen und das Gitter ist aus dieser Vorlage. Thomas müsste diese Vorlage sein. Caillou findet ihr hier. Frag mich bitte nicht woher Bob stammt. Einfach nach "Malvorlagen" googeln.

Die Quellen zeigen wie viel ich ziehen und strecken musste um die Bilder zusammen zu fügen. Mit ein wenig Übung hätte man das sicherlich noch viel besser hin gekriegt. Für den Maulwurf gibt es keine Malvorlage. Hier war eine andere Strategie nötig. Da ich alle Folgen inzwischen kenne, habe ich die Folge mit dem Auto auf dem Computer abgespielt. Eine Szene gesucht, in der die Perspektive am besten passt. Den Bildschirm abfotografiert und voila. Viel Gefrickel, hin und her kopieren, strecken, zerren, spiegeln und das Motiv war fertig.

Du kannst natürlich auch ein einfacheres Motiv nehmen, etwas leichtes für den Anfang :-)

Das Bild 

Die Idee ist nicht von mir, sondern von einem guten Freund. Danke! Sie ist wahrscheinlich auch nicht neu, aber sehr effektiv.

Du nimmst das Motiv, besorgst dir einen Beamer und wirfst es an die Wand. Oben hängt übrigens der Arm eines kleinen Äffchens herunter, das im Kinderzimmer an der Decke hängt. 

Einen Beamer kannst du z.B. in der Videothek ausleihen. Wir haben unser Motiv allerdings insgesamt ca. 10 Stunden an die Wand projiziert. Es ist immerhin fast 3 Meter breit. Die weißen Stellen habe ich schwarz gemacht, sonst ist das Bild zu hell. Nun ziehst du "einfach" die schwarzen Linien nach. Ich wollte erst mit dem Bleistift vor zeichnen, das wäre jedoch doppelte Arbeit gewesen. 

Die Erklärung warum am Anfang steht "Mama hatte die Arbeit" ist ganz einfach: Papa ist zu ungeduldig. Man muss eine Engelsgeduld mitbringen, eine sehr ruhige Hand und einen sehr dünnen Pinsel.

Hier siehst du: Bob ist fertig, den habe ich eher "rustikal" gestaltet, den Rest die Mama. An diesem Bild sieht man auch schön wie es funktioniert. Kopf aus dem Licht und die Linien nachziehen.

Ausfüllen kann man dann bei normalem Tageslicht, die Linien sind ja da. 










Als Farben haben wir normale Acrylfarben aus dem Bastelladen benutzt. Dank geht an meine Schwester für den Tipp! Die lassen sich gut mischen, und sehen auf der Tapete trotzdem intensiv aus.

Insgesamt haben wir fast zwei Wochen an dem Bild gemalt. Immer in der freien Zeit. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und der große, inzwischen 4 Jahre, will im neuen Zimmer unbedingt ein neues Bild.

Viel Spaß beim nachmachen!

Samstag, 14. Juni 2014

Google Glass sinnvoll einsetzten "Ein Leben mit Untertiteln"

Grundsätzlich gibt es nur sehr wenige technische Entwicklungen, die wirklich Böse sind. Das Beispiel, dass nun immer kommt, ist die Atomspaltung. Energie für alle, auch wenn das inzwischen auch nicht mehr so positiv gesehen wird, oder die Zerstörung einer ganzen Stadt. Ein Beispiel aus dem Alltag? Du kannst mit deinem Messer für deinen Partner ein Brötchen aufschneiden, oder deinen Partner aufschneiden.

Kennst du Google Glass?


Google Glass Model.jpg
Bild von Tim.Reckmann (CC)über Wikimedia Commons.
Nun, im Grunde ist das ein Monitor, der an einer Brille befestigt ist. Und weil neben dem Auge noch etwas Platz ist, hat Google da gleich eine Kamera eingebaut. Im Bügel steckt ein kleiner Computer, der die Anzeige steuert und mit deinem Handy redet. 
Nicht mehr und nicht weniger. Alles wäre gut, wenn diese Kamera nicht wäre. Du kannst immer und überall Fotos machen, nur durch ein Blinzeln. Das ist natürlich, was den Datenschutz angeht, völlig daneben, aber lassen wir uns davon nicht ablenken.

Über einen Artikel in der ABS-Lese-Ecke
bin ich wieder auf die Brille gestoßen. Ob ich mir die Brille kaufe? Da zitiere ich mal Gordon Ecco aus seinem Post über die Brille: "Die Frage, ob ich mir Google Glass kaufen werde oder nicht, stellt sich mir gar nicht. Die viel wichtigere Frage ist doch eher, wann werde ich mir Google Glass kaufen?"   

Warum? 

  • Schon mal versucht, während der Autofahrt das Handy aus der Hosentasche zu frickeln, um zu gucken wer da anruft?  
  • Schon mal den Wunsch gehabt, eine Uhr im Blick zu haben?
  • Schon mal in einer fremden Stadt versucht den Weg zum Hotel mittels Handy zu finden? Irgendwann tut einem ja der Arm weh oder man rennt vor eine Laterne.
  • Schon mal etwas gekocht und mit Fingern voller Mehl die Seiten umgeblättert?
Es gibt etliche Situationen im Leben, wo die Anzeige von Informationen direkt im Blickfeld sinnvoll wäre. So ein Gerät muss halt "richtig" eingesetzt werden. Was "richtig" ist, entscheidet jeder für sich. 

Kann man das Ding denn auch "sinnvoll" einsetzen? Diese Frage habe ich mir schon länger gestellt, und vor kurzem beantwortet: JA. Im Grunde ist es ein Computer für Menschen, die keinen Computer wollen. Denen ein solches Gerät zu komplex ist. Die eigentlich auch keinen Computer brauchen.

Meine Oma hört schlecht. Sie probiert immer neue Hörgeräte aus, doch keines ist optimal. Aber meine Oma hat sehr gute Augen und liest unglaublich viel und schnell. Kennst du Filme mit Untertiteln? Wäre es da nicht möglich, das gesprochene Wort in ein geschriebenes umzuwandeln? Ist nur blöd, wenn jemand immer auf sein Handy starren muss, bei einer Unterhaltung. Google Glass würde also dem Gehörlosen ein "Leben mit Untertiteln" ermöglichen. Die Stimmerkennung ist da. Noch nicht komplett ausgereift aber sie ist da.

Die Idee, die Brille für Senioren einzusetzen ist schon etwas älter. Jedoch habe ich keinen Blog gefunden, der diesen Ansatz aufgreift. Mal sehen, vielleicht bringt mein Post den Stein ins rollen. 

Hängt natürlich viel davon ab, wer sich durchsetzt. Die Paranoiden? Dann ist jeder Gehörlose, der die Brille als "Hörhilfe" benutzt, ein Spion. Diejenigen, für die ein Messer ein Werkzeug zum Brötchen aufschneiden ist? Dann kannst du dich vielleicht bald nett mit Menschen unterhalten, die dich gar nicht hören.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Beamer aufhängen leicht gemacht.

Die Fernseher werden ja immer größer. Trotzdem finde ich, hat ein Beamer immer noch seine Daseinsberechtigung. Hat aber nicht jeder Platz im Keller um sich ein Kino zu bauen.
Wir haben ein sehr rechtwinkliges Wohnzimmer und der der optimale Platz für das Gerät ist mittig auf dem Fenster. Gegenüber ist eine Wand an der die Leinwand hängt und, bei Bedarf, ausgefahren wird.

Nun kann man den Beamer ja irgendwo hinstellen, dann rennt da immer einer durchs Bild. Er sollte also möglichst weit oben positioniert werden. Leider macht sich so eine Beamerhalterung nicht in jedem Wohnzimmer gut. Es sollte bei uns also etwas werden, das möglichst unsichtbar ist, wenn es nicht gebraucht wird und trotzdem sicher hält.

Meine Lösung sieht so aus: